Der heilige St. Hubertus

 

Hubert, geboren um 655, wirkte als Glaubensbote in Südbrabant und in den Ardennen. Nach der Ermordung Bischof Lamberts um 705 wurde Hubert Bischof von Maastricht. Hubert starb 727 zu Tervueren bei Brüssel. Seine sterblichen Überreste wurden 825 in das Ardennenkloster Andagium umgebettet, das fortan nach ihm St. Hubert genannt wurde. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts ist der Verbleib der Reliquie unbekannt.

Legende

Schützenfahne Als junger Mann aus edlem Hause war für Hubertus die Jagd ein Hauptvergnügen. Wenn die Jagdhörner bliesen, hielt es ihn nicht länger im Hause und selbst die Glocken, die zum Gottesdienst riefen, konnten ihn nicht von der Jagd abhalten. Seine Hunde und Pferde liebte Hubertus mehr als die Menschen. Hier griff, so geht die Legende, der Allmächtige höchstpersönlich ein.

An einem Sonntag, nach anderen Quellen am Karfreitag, soll sich folgendes zugetragen haben:

Alle waren in der Kirche, um das hl. Meßopfer zu feiern. Nur Hubertus fehlte. Er ließ die Jagdhörner blasen und galoppierte mit seinem Gefolge hinter der Meute her. Da stöberte sein Hund einen gewaltigen Hirsch auf. Hubertus verfolgte das Wild, alles hinter sich lassend, tief in den Wald hinein und trieb es mit seinem Hund in die Enge. Schon war er auf Schußnähe heran, als sich der Hirsch plötzlich umdrehte. Zwischen seinem gewaltigen Geweih leuchtete ein Kreuz mit solcher Helligkeit, daß sein Pferd zurückschreckte und ängstlich wiehernd auf die Hinterhand stieg. Die Stimme Christi sprach: „Hubertus, warum tötest du, während die Christen beten? Warum sündigst du am Tage des Herrn? Ist es recht, die unschuldige Kreatur zu jagen, anstatt sie zu beschützen? Kehr um Hubertus und tue Buße“.

Da stieg Hubertus vom Pferd, kniete nieder und gelobte sein Leben zu ändern. Er legte seine Waffen ab und ging nach Maastrich zu Bischof Lambert. „Ehrwürdiger Herr“, bat er „nimm mich in deine Dienste und unterweise mich, bis ich würdig bin, das Wort des Herrn zu verkünden“.

Hubertus wurde Priester und Mönch. Seinen Besitz ließ er unter den Armen verteilen.

Seit jener frommen Vision im Wald hat er keine Waffe mehr berührt und kein Fleisch mehr gegessen. Bereits zu Lebzeiten wurde er wie ein Heiliger verehrt.